Aktuelles

Wasserversorgung Ulmer Alb

Revisionsarbeiten an der Schnellentcarbonisierungsanlage des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb:  

Vorübergehend höherer Härtegrad des an die Verbandsmitglieder abgegebenen Trinkwassers

Blaustein, 26.05.2021: Die Schnellentcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein wird für Revisionsarbeiten sowie für Optimierungsarbeiten an einem der Enthärtungsreaktoren    zwischen dem 14. und dem 18. Juni 2021 außer Betrieb gehen. Dies führt zu einer vorübergehenden Erhöhung des Härtegrades des vom Zweckverband gelieferten Trinkwassers auf bis zu 19° dH. Spätestens ab dem 20. Juni 2021 wird das Trinkwasser wieder eine Härte von ca. 12° dH aufweisen. Auf die Qualität des Trinkwassers als Lebensmittel hat die vorübergehende Erhöhung des Härtegrades keine Auswirkung.

Austausch des Pumpenaggregats am Tiefbrunnen VI im Lautertal

Blaustein, 15.04.2021: Das Pumpenaggregat am wichtigsten Tiefbrunnen des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb (Tiefbrunnen VI im Lautertal) musste altersbedingt erneuert werden. Die Installationsarbeiten wurden am 13.04.2021 abgeschlossen. Das neue Aggregat kann bis zu 140 l/s Grundwasser fördern. Damit ist ein reibungsloserer Versorgungsbetrieb für die anstehende Hochverbrauchsphase sichergestellt. Aufgrund der hohen Förderleistung am Tiefbrunnen VI ist das dort installierte Pumpenaggregat einer der größten Energieverbraucher des Zweckverbands. Bei der Auswahl der energieverbrauchenden Komponenten wurde daher besonderes Augenmerk auf die Energieeffizienz gelegt. Installiert wurde eine hocheffiziente Unterwassermotorpumpe, welche bei einer Auslastung von 100% einen Wirkungsgrad von 93,5% aufweist sowie ein auf die Pumpe ausgelegter Frequenzumrichter.

Revisionsarbeiten an der Schnellentcarbonisierungsanlage des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb:  

Vorübergehend höherer Härtegrad des an die Verbandsmitglieder abgegebenen Trinkwassers

Blaustein, 17.12.2020: Die Schnellentcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein wird für Revisionsarbeiten zwischen dem 18. und dem 22. Januar 2021 außer Betrieb gehen. Dies führt zu einer vorübergehenden Erhöhung des Härtegrades des vom Zweckverband gelieferten Trinkwassers auf bis zu 19° dH. Spätestens ab dem 24. Januar 2021 wird das Trinkwasser wieder eine Härte von ca. 12° dH aufweisen. Auf die Qualität des Trinkwassers als Lebensmittel hat die vorübergehende Erhöhung des Härtegrades keine Auswirkung.

Reinigungsarbeiten an Trinkwasserbehältern des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb:

Vorübergehend erhöhte Chlorzugabe als Sicherheitsmaßnahme

 

Blaustein, 20.11.2020: Die Trinkwasserbehälter des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb werden regelmäßig gereinigt. Da in den Wintermonaten der durchschnittliche Wasserverbrauch niedriger ist, werden die Reinigungsarbeiten im Zeitraum November bis Februar ausgeführt. 

Die Reinigung selbst erfolgt ausschließlich mit Trinkwasser. Um eine Verkeimung der Behälter sowie des abgegebenen Trinkwassers auszuschließen, wird dem Trinkwasser allerdings vorsorglich eine größere Menge Chlor zugegeben, was zu einem wahrnehmbaren Chlorgeruch bzw. -geschmack führen kann. Das Trinkwasser erfüllt jedoch nach wie vor die Anforderungen der Trinkwasserverordnung und kann bedenkenlos konsumiert werden.

Wasserwerk Ehrenstein:

Stabiler Betrieb der neuen SEC-Anlage

Seit Juni dieses Jahres betreibt der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb eine Wasserenthärtungsanlage (SEC-Anlage), um dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach weicherem Trinkwasser Rechnung zu tragen. Nach technischen Anlaufschwierigkeiten läuft die Anlage inzwischen reibungslos. Die Inbetriebnahme-Phase konnte bereits Ende Juni abgeschlossen werden.

 

Blaustein, 07.10.2020: Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb beliefert seine Verbandsmitglieder seit 1975 mit Trinkwasser. Es wird aus kalkhaltigem Grundwasser mit einer Wasserhärte von 18 bis 19 °dH, also aus „hartem“ Grundwasser, gewonnen. Mit Inbetriebnahme der SEC-Anlage erhalten die 44.000 Einwohnerinnen und Einwohner nun deutlich weicheres Trinkwasser mit einer Härte von 11 bis 12 °dH. Die technischen Probleme, die anfangs aufgetreten waren, konnten in der Zwischenzeit beseitigt und der Betrieb weiter stabilisiert werden. Die Vollversorgung mit enthärtetem Trinkwasser ist nunmehr sichergestellt. In Privathaushalten installierte Enthärtungsanlagen sollten daher außer Betrieb genommen oder auf das weichere Trinkwasser umgestellt werden. Über das kommende Winterhalbjahr wird der laufende Betrieb durch Anpassungen an einigen Förderaggregaten des Zweckverbands weiter optimiert werden.

Über den Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb versorgt folgende Städte und Gemeinden bzw. Ortsteile mit Trinkwasser:

  • Beimerstetten
  • Bernstadt
  • Blaustein (nur Ortsteile Arnegg, Bermaringen, Dietingen, Ehrenstein, Herrlingen, Klingenstein, Lautern, Markbronn und Weidach)
  • Breitingen
  • Dornstadt
  • Langenau (nur Ortsteile Albeck, Göttingen und Hörvelsingen)
  • Lonsee (nur Ortsteile Halzhausen, Lonsee, Luizhausen, Radelstetten und Urspring)
  • Westerstetten
  • Ulm/ Stadtwerke Ulm (nur Ortsteile Jungingen, Lehr und Mähringen)

Wasserwerk Ehrenstein:

Betrieb der neuen Enthärtungsanlage

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb hat zum 1. Juni 2020 eine neue Wasserenthärtungsanlage (SEC-Anlage) in Betrieb genommen. Damit wurde dem Wunsch der Bürgerinnen und Bürger nach weicherem Trinkwasser Rechnung getragen. Die Härte des Trinkwassers, das an rund 44.000 Einwohner abgegeben wird, wird dadurch von 18 bis 19 Grad deutscher Härte (°dH) auf 11 bis 12 °dH sinken. Aufgrund technischer Schwierigkeiten läuft der Betrieb der Anlage derzeit noch nicht rund.  

 

Blaustein, 26.06.2020: Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb beliefert seine Verbandsmitglieder seit 1975 mit Trinkwasser. Es wird aus kalkhaltigem Grundwasser mit einer Wasserhärte von 18 bis 19 °dH, also aus „hartem“ Grundwasser gewonnen. Das kalkhaltige Trinkwasser führt langfristig zu einem rascheren Verschleiß der Hauswasserleitungen und der wasserführenden Geräte in den Haushalten. Viele Kunden im Versorgungsgebiet haben deshalb in ihren Wohnungen und Häusern Enthärtungsanlagen installiert. Mit der Inbetriebnahme der zentralen Wasserenthärtungsanlage wurde empfohlen, diese Geräte außer Betrieb zu nehmen oder auf das nun weichere Trinkwasser umzustellen.  

Bei der Inbetriebnahme der neuen Enthärtungsanlage kam es in den ersten Betriebstagen aufgrund verschiedener Effekte zu Trübungen im Wasserablauf der Reaktoren. Sie gehen auf das zur Herstellung der Kalkmilch verwendete Calciumcarbonat und auf den noch nicht vollständig abgeschlossenen Aufbau des Wirbelbettes in den Reaktoren zurück. Mit der Verwendung eines höherwertigen Weißkalkes zur Produktion der Kalkmilch, der Vergrößerung der Reaktionszone und der Bildung größerer Kalkpellets in den Reaktoren wird die Wassertrübung rasch und spürbar reduziert. Zudem ist geplant, den Betrieb der bereits vorhandenen, nachgeschalteten Filteranlage mit der Nachrüstung der entsprechenden Messtechnik und dem Austausch des Filtermaterials zu optimieren. Dabei sind auch Nacharbeiten an den beiden Kalkmilch-Förderpumpen erforderlich.  

Die notwendigen Arbeiten werden voraussichtlich mehrere Wochen beanspruchen. Daher wird empfohlen, die privaten Wasserenthärtungsanlagen vorläufig wieder in Betrieb zu nehmen. Nach dem erfolgreichen Abschluss aller Arbeiten werden die Bürgerinnen und Bürger erneut informiert.  

Über den Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb versorgt folgende Städte und Gemeinden bzw. Ortsteile mit Trinkwasser:

  • Beimerstetten
  • Bernstadt
  • Blaustein (nur Ortsteile Arnegg, Bermaringen, Dietingen, Ehrenstein, Herrlingen, Klingenstein, Lautern, Markbronn und Weidach)
  • Breitingen
  • Dornstadt
  • Langenau (nur Ortsteile Albeck, Göttingen und Hörvelsingen)
  • Lonsee (nur Ortsteile Halzhausen, Lonsee, Luizhausen, Radelstetten und Urspring)
  • Westerstetten
  • Ulm/ Stadtwerke Ulm (nur Ortsteile Jungingen, Lehr und Mähringen)

+ + + ACHTUNG + + + Aktualisierung vom 11.05.2020:

Inbetriebnahme der Schnellentcarbonisierungsanlage erfolgt zum 01.06.2020

Zwischenteitlich wurden die für den Betrieb der Schnellentcarbonisierungsanlage erforderlichen Hilfsmaterialien Marmorweißkalkhydrat und Quarzsand angeliefert. In Kalenderwoche 20 folgen noch zusätzlich 5 t Calciumcarbonatpellets aus dem Wasserwerk Langenau der Landeswasserversorgung. Ebenfalls in KW 20 werden die Anlage zum ansetzen der Kalkmilch sowie die erforderlichen Messgeräte installiert.

In Kaldenderwoche 21 beginnt die Nassinbetriebnahme, sodass die Schnellentcarbonisierungsanlage nach abschließenden Optimierungsarbeiten, welche in Kalenderwoche 22 stattfinden werden, zum 01. Juni 2020 den Regelbetrieb aufnehmen wird.

 

+ + + ACHTUNG + + + Aktualisierung vom 22.04.2020:

Inbetriebnahme der Schnellentcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein verzögert sich

Der bisher kommunizierte 01. Mai 2020 kann nicht eingehalten werden. Den neuen Zeitraum der Inbetriebnahme werden wir rechtzeitig über diese Website und eine Postaktuell-Sendung bekannt geben.

Inbetriebnahme der Schnellentcarbonisierungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein erfolgt zum 1. Mai 2020

 

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb beliefert insgesamt neun Verbandsmitglieder mit Trinkwasser, welche damit täglich wiederum ca. 44.000 Einwohner im Verbandsgebiet versorgen.

Die Wassergewinnung erfolgt dabei ausschließlich über Brunnen aus dem Grundwasser. Das geförderte Grundwasser ist zwar grundsätzlich von guter Qualität und bedarf deshalb nur geringfügiger Aufbereitung, weist gleichzeitig aber einen hohen Härtegrad von derzeit 18-19 Grad deutscher Härte (°dH) auf. Um dem Wunsch der Endverbraucher nach weicherem Trinkwasser gerecht zu werden, wurde in der Verbandsversammlung des Zweckverbands am 16. März 2016 beschlossen, eine zentrale Schnellentcarbonisierungsanlage (SEC-Anlage) im Wasserwerk Ehrenstein zu errichten.

Die Bauarbeiten zur Errichtung der neuen Enthärtungsanlage hatten Ende 2018 begonnen. Die Inbetriebnahme wird nun nach knapp eineinhalb Jahren Bauzeit voraussichtlich zum 01. Mai 2020 erfolgen. Während der ca. einwöchigen Phase der Inbetriebnahme wird der Härtegrad des an die Verbandsmitglieder abgegebenen Trinkwassers zwischen 15 °dH und dem Zielwert von 11-12 °dH schwanken.

Die künftigen Vorteile durch die Verwendung weicheren Trinkwassers sind beispielsweise ein deutlich geringerer Waschmittelverbrauch in Waschmaschinen sowie ein geringerer Chemikaliendosierbedarf in Spülmaschinen. Insbesondere hausinterne Kleinentkalkungsanlagen (Ionentauscher-Anlagen) sollten in ihrer Leistung reduziert bzw. ganz außer Betrieb genommen werden. Künftig werden die Kalkablagerungen in Geräten und Leitungen von Wärmetauscher-Anlagen (Zentralheizungen etc.) deutlich vermindert sein. Gewerbliche Enthärtungs- bzw. Ionenaustauscher-Anlagen sollten in Abstimmung mit dem jeweiligen Anlagenhersteller auf das weichere Wasser umgestellt bzw. angepasst werden. Infolge der Inbetriebnahme der SEC-Anlage im Wasserwerk Ehrenstein wird die Lebensdauer von Geräten und Anlagen, welche mit Trinkwasser arbeiten, steigen. Gleichzeitig wird der durch die Nutzung dieser Geräte verursachte Chemikalien- und Salzeintrag in die Umwelt verringert und der Energieverbrauch reduziert. Der leicht höhere pH-Wert des Trinkwassers führt zu einer geringeren Korrosivität des enthärteten Wassers, was sich positiv auf die Nutzungsdauer von Trinkwasserleitungen auswirkt. Darüber hinaus wird das Herauslösen von Schwermetallen (z. B. Kupfer, Zink) aus metallischen Leitungen im Trinkwasserleitungsnetz und in den Hausinstallationen vermindert. Außerdem sorgen verringerte Kalkablagerungen in Heizsystemen für eine bessere Wärmeübertragung, was zu einem geringeren Bedarf an Heizenergie beiträgt.

Hinweis zu eventuellen Wassertrübungen

Zu Beginn der Umstellung auf enthärtetes Trinkwasser kann es im Versorgungsgebiet vereinzelt zu leichten Kalk-Eintrübungen kommen. Die Ursache hierfür liegt darin, dass die über Jahrzehnte entstandene Deckschicht in den Rohrleitungen sich auflöst bzw. umbildet. Dies ist ein Vorgang, der sich nicht vermeiden lässt und der je nach Intensität der Ablagerungen auch mehrere Monate dauern kann. Für schnelle Abhilfe kann gesorgt werden, indem beispielsweise die Perlatoren in Bad und Küche bzw. vorhandene Filter an wasserführenden Geräten häufiger gereinigt werden. Das vom Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb abgegebene Trinkwasser wird jedoch nach wie vor alle Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllen und von gewohnt einwandfreier Qualität sein.

Versorgungsgebiet des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb

Der Zweckverband Wasserversorgung Ulmer Alb versorgt folgende Städte und Gemeinden bzw. Ortsteile mit Trinkwasser:

  • Beimerstetten
  • Bernstadt
  • Blaustein (nur Ortsteile Arnegg, Bermaringen, Dietingen, Ehrenstein, Herrlingen, Klingenstein, Lautern, Markbronn und Weidach)
  • Breitingen
  • Dornstadt
  • Langenau (nur Ortsteile Albeck, Göttingen und Hörvelsingen)
  • Lonsee, (nur Ortsteile Halzhausen, Lonsee, Luizhausen, Radelstetten und Urspring)
  • Westerstetten
  • Ulm/ Stadtwerke Ulm (nur Ortsteile Jungingen, Lehr und Mähringen)

Ob Sie von Ihrem örtlichen Wasserversorger ausschließlich mit Trinkwasser des Zweckverbands Wasserversorgung Ulmer Alb oder mit Trinkwasser aus weiteren Bezugsquellen versorgt werden, erfahren Sie bei Ihrer Gemeindeverwaltung. Wohnen Sie in einem der oben genannten Ulmer Stadtteile, können Sie sich an die Stadtwerke Ulm wenden.

Enthärtungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein – umfangreiche Baumaßnahmen haben begonnen

 

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Ulmer Alb (Zweckverband) hat am 16. März 2016 den Bau einer Enthärtungsanlage beschlossen. 44.000 Einwohner, der im Versorgungsgebiet des Zweckverbandes zusammengeschlossenen 9 Städte und Gemeinden werden voraussichtlich ab Beginn des Jahres 2020 mit Trinkwasser versorgt, das dann einen Härtegrad von ca. 12°dH (bisher 19 °dH) aufweist und damit der Härtestufe 2 (mittel) zuzuordnen ist.
Die umfangreichen Ingenieurleistungen für den Bau eines neuen Betriebsgebäudes, für die Verfahrenstechnik und weiteren Fachplanungen sind abgeschlossen. In den Verbandsversammlungen des Zweckverbandes am 10. Oktober 2018 und am 28. November 2018 wurden ca. 90% aller Bauleistungen vergeben.

Die Enthärtungsanlage mit Baukosten von voraussichtlich 4,2 Millionen Euro ist das größte Investitionsprojekt des Verbandes in seiner über 100-jährigen Geschichte. Erfreulich ist, dass die im Rahmen einer Machbarkeitsstudie im Jahr 2012 ermittelten Baukosten unter Berücksichtigung kleinerer baulicher Ergänzungen und den zwischenzeitlich eingetretenen Baupreissteigerungen eingehalten werden können. Dies gilt ebenso für die prognostizierte Erhöhung der Verbandsumlage mit ca. 15 Cent je Kubikmeter bezogener Wassermenge, die von den versorgten Städten und Gemeinden an den Zweckverband zu entrichten ist.

Am 4. Dezember 2018 fand im Beisein des Verbandsvorsitzenden Herrn Bürgermeister Rainer Braig, Dornstadt, des stellvertretenden Verbandsvorsitzenden Herrn Bürgermeister Thomas Kayser, Blaustein, dem Geschäftsführer Herrn Wolfgang Eisele von der Landeswasserversorgung und Vertretern der beteiligten Ingenieurbüros und ausführenden Baufirmen sowie den Mitarbeitern der für die technische und kaufmännische Betriebsführung verantwortlichen Landeswasserversorgung, Vertretern der Presse und Vertretern der Verbandsmitglieder in der Verbandsversammlung ein öffentlicher Spatenstich statt.

Der Verbandsvorsitzende Bürgermeister Braig ging dabei nochmals auf die Entscheidungsfindung sowohl im Zweckverband als auch in den Gemeinderäten der beteiligten Städte und Gemeinden ein. Er sprach dabei seinen Dank an alle Beteiligten aus, die dazu beigetragen haben, dass der Beschluss zum Bau der Enthärtungsanlage nahezu einstimmig erfolgt ist. Weiter führte Bürgermeister Rainer Braig aus: „Ich gehe nun davon aus, dass die anstehenden Bauarbeiten zügig erfolgen und frei bleiben von Unfällen, sodass der ambitionierte Zeitplan auch eingehalten wird“.

Mit dem Bau der Enthärtungsanlage ändert sich teilweise auch das Versorgungskonzept des Zweckverbandes. Das Rohwasser aus den 3 Brunnen wird zukünftig zentral im Wasserwerk Ehrenstein aufbereitet. Ein wesentlicher Teil der Aufbereitungstechnik sind 2 Enthärtungs- Reaktoren, die i. d. R. redundant betrieben werden.

Dem Rohwasser wird dabei Kalkmilch und Impfsand in einem Wirbelbett zugemischt, wodurch im Rahmen einer physikalischen Reaktion Calciumcarbonat (Kalk) in Form von bis zu 2 mm großen Pellets als Wertstoff ausfällt. Die Pellets werden der landwirtschaftlichen Verwertung zugeführt. Täglich werden ca. 7.000 Kubikmeter Trinkwasser so aufbereitet, die maximale Kapazität liegt bei 10.000 Kubikmeter täglich. Die jährliche Wasserabgabe des Zweckverbandes an seine 9 Verbandsmitglieder beträgt ca. 2,7 Millionen Kubikmeter.

Zur Unterbringung der Verfahrenstechnik wird östlich der bestehenden Filterhalle in Ehrenstein ein neues Gebäude mit einer Fläche von rund 200 m² und einer Höhe von ca. 12 Metern erstellt. Entsprechende Teilflächen hierzu hat der Zweckverband von der Stadt Blaustein und einem privaten Eigentümer erworben. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis als zuständige Genehmigungsbehörde für den Bau hat das Baugenehmigungsverfahren im Benehmen mit der Stadt Blaustein zügig abwickeln können. Zum Ausgleich der Eingriffe in Flora und Fauna wird der Zweckverband entsprechende Ausgleichsmaßnahmen umsetzen.

Im Vorgriff auf den Bau der Enthärtungsanlage wurden bereits Baumaßnahmen überwiegend im Jahr 2017 im Bereich der hydraulischen Einrichtungen (Förderpumpen, Rohrleitungen), der elektrotechnischen Ausrüstung (Trafostation, Kabelarbeiten) und Umbauarbeiten im Förderwerk in Ehrenstein umgesetzt.

Nach dem derzeitigen Bauzeitenplan sollen die Bauarbeiten bis Ende des Jahres 2019 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgt ein mehrmonatiger Testbetrieb, bevor die Anlage endgültig in Betrieb geht und weicheres Wasser an die Verbandsmitglieder geliefert wird.

 

Enthärtungsanlage im Wasserwerk Ehrenstein - Erste Bauleistungen vergeben

 

Die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Ulmer Alb (ZV WV Ulmer Alb) hat am 16. März 2016 den Bau einer Enthärtungsanlage beschlossen. 44.000 Einwohner im Versorgungsgebiet der im ZV WV Ulmer Alb, zusammengeschlossenen 9 Städten und Gemeinden, werden zukünftig Trinkwasser mit einer Härte von 12 Grad (bisher 19 Grad) und damit der Härtestufe 2 (mittel) erhalten. Die Ingenieurleistungen für den Bau eines neuen Gebäudes, für die Verfahrenstechnik und weitere Fachplanungen wurden von den vier damit beauftragten Ingenieurbüros zügig aufgenommen.

Den Bürgermeistern und den weiteren Vertretern der Verbandsmitglieder wurde in der Verbandsversammlung am 26. April 2017 ein Sachstandsbericht zu den aktuell laufenden Planungen erstattet. Herr Dipl. Ing. Kornhaas, Ingenieurbüro Eppler, Freudenstadt, erläuterte ausführlich die einzelnen Verfahrensschritte zur Enthärtung des Rohwassers, welches aus den 3 Brunnen zukünftig zentral im Wasserwerk in Ehrenstein aufbereitet wird.

Ein wesentlicher Teil der Verfahrenstechnik sind zwei Reaktoren, die redundant betrieben werden sollen. Dem Rohwasser wird dabei sogenanntes Impfkorn (Quarzsand) in einem Wirbelbett zugemischt wodurch im Rahmen einer physikalischen Reaktion Calciumcarbonat (Kalk) in Form von bis 2 mm großen Pellets als Wertstoff ausfällt.
Täglich werden etwa 7.000 m² Trinkwasser so aufbereitet, die maximale Kapazität liegt bei 10.000 m². Die jährliche Wasserabgabe des ZV WV Ulmer Alb an seine Verbandsmitglieder beträgt ca. 2,6 Millionen Kubikmeter.

Zur Unterbringung der Verfahrenstechnik wird östlich der bestehenden Filterhalle ein neues Gebäude mit einer Fläche von rund 200 m² und einer Höhe von 12 m erstellt. Der ZV WV Ulmer Alb muss hierzu von der Stadt Blaustein und einem privaten Eigentümer Flächen dazu erwerben. Die Grunderwerbsverhandlungen laufen zwar teilweise noch, können aber zeitnah erfolgreich abgeschlossen werden.
Bevor mit dem Bau der eigentlichen Enthärtungsanlage begonnen werden kann sind noch vorbereitende Bauleistungen im Förderwerk Ehrenstein 1 und bei der Energieversorgung erforderlich.

Die einzelnen Maßnahmen hat Herr Dipl. Ing. Pühler, Ingenieurbüro Wassermüller, Ulm, in der Verbandsversammlung detailliert erläutert. Die Bauleistungen betreffend hydraulische Einrichtung (Förderpumpen, Rohrleitungen), elektrotechnische Ausrüstung (Trafostation, Kabelarbeiten) und Umbauarbeiten am Gebäude in der Größenordnung von zusammen 475.000 Euro wurden in der Verbandsversammlung vergeben. Die Bauleistungen werden in der zweiten Jahreshälfte 2017 durchgeführt.
Die Angebote für die ersten Bauleistungen lagen im Rahmen der veranschlagten Baukosten mit 2,7 Millionen Euro.

Nach dem derzeitigen Bauzeitenrahmenplan soll die Enthärtungsanlage bis Ende des Jahres 2019 in Betrieb gehen. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Verpflichtung des ZV WV Ulmer Alb bis zur Inbetriebnahme der DB-Neubaustrecke Wendlingen – Ulm im Wasserwerk in Ehrenstein zwei Aktivkohlefilter als Vorsorgemaßnahme zu betreiben entfällt. Die Geschäftsführung des ZV WV Ulmer Alb ist hierzu in Gesprächen mit der DB.

 

Blaustein - Verband Ulmer Alb übergibt Betriebsführung komplett an LW

 

Der Trinkwasser-Verband Ulmer Alb verstärkt die Kooperation mit der Landeswasserversorgung. Die Planung für eine Wasserenthärtung läuft weiter.

Die Landeswasserversorgung (LW) übernimmt zum 1. Oktober auch die kaufmännische Betriebsführung für den Zweckverband Ulmer Alb. Dieser versorgt in Beimerstetten, Bernstadt, Blaustein, Breitingen, Dornstadt, den Langenauer Teilorten Albeck, Göttingen und Hörvelsingen, in Lonsee, Westerstetten sowie den Ulmer Stadtteilen Jungingen, Lehr und Mähringen insgesamt etwa 44 000 Bewohner mit Trinkwasser.

Bislang hat der Verband ein Ein-Mann-Büro für Dienstleistungen mit seinen kaufmännischen Angelegenheiten betraut. Nach den Worten des Verbandsvorsitzenden, des Dornstadter Bürgermeisters Rainer Braig, konnte das zu Problemen führen, wenn der Geschäftsführer wegen Krankheit oder anderen Gründen ausfiel. Die LW garantiere einen ständigen Ansprechpartner. Die kaufmännische Betriebsführung werde von Stuttgart aus, dem Sitz der LW, erledigt. Einmal pro Woche sei ein Präsenztag im Blausteiner Büro der Wasserversorgung Ulmer Alb vereinbart.

Die bisherige Regelung war für den Verband „gut und günstig“, sagt Braig, die neue werde besser und etwas mehr kosten. Auf den Wasserpreis, den die Mitglieder bezahlen, werde sich das aber nicht auswirken.

Bereits seit 2002 ist die LW für die technische Betriebsführung der Wasserversorgung Ulmer Alb zuständig. Diese verfügt immerhin über sechs Brunnen im Lautertal, fünf Wasser- und Förderwerke, 23 Hochbehälter und einen Wasserturm (in Scharenstetten). Ihr Leitungsnetz ist etwa 145 Kilometer lang, etwa 2,5 Millionen Kubikmeter Trinkwasser werden jedes Jahr durchgepumpt. Die LW habe sich „in allen Fragen der Trinkwassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung bestens bewährt“, sagt der Verbandsvorsitzende.
Mit der Zusammenlegung von kaufmännischer und technischer Betriebsführung solle der laufende Betrieb noch effizienter werden. An den Eigentumsverhältnissen werde sich für die Verbandsmitglieder nichts ändern.

Die LW hat auch bei Planung und Bau des neuen Werkstattgebäudes in Ehrenstein und bei der Notversorgung durch die Wasserversorgung Ostalb mitgewirkt. Ebenso war die technische Betriebsführung an der Machbarkeitsstudie für eine zentrale Trinkwasserenthärtungsanlage beteiligt, die im Wasserwerk Ehrenstein gebaut werden soll.

Die Anlage wird nach bisheriger Schätzung 3,2 Millionen Euro kosten und den Wasserpreis für die Abnehmer um etwa 15 Cent pro Kubikmeter nach oben treiben.
Der Studie zufolge sind auf der anderen Seite aber Einsparungen von bis zu 30 Cent pro Kubikmeter möglich. Die konkrete Planung einschließlich einer genauen Kostenberechnung dürfte Braig zufolge bis März nächsten Jahres vorliegen.

Wann die Anlage in Betrieb gehen wird, hängt indes nicht allein von den weiteren Beschlüssen des Zweckverbands Ulmer Alb ab. Sondern in erster Linie vom Baufortschritt der ICE-Trasse über die Alb. Um für mögliche Bau-Unfälle vorzusorgen, habe die Bahn dem Verband Aktivkohle-Filteranlagen spendiert, erläutert Braig. Erst wenn die Großbaustelle dem Grundwasser und damit dem Trinkwasser der Ulmer Alb nicht mehr gefährlich werden kann und die Filter nicht mehr nötig sind, werde die Enthärtung den Betrieb aufnehmen. Das kann noch ein Weilchen dauern.

 

Blick in die Wasserförderung des Brunnens Dannenäcker in Blaustein-Herrlingen: Eine der Anlagen des Zweckverbands Ulmer Alb, für deren Betriebsführung die Landeswasserversorgung zuständig ist.

Foto: Matthias Kessler
Artikel: Thomas Steibader | 28.09.2016